Digitale Souveränität – Wegducken hilft nicht!

„Wegducken“ ist doch so ein toller Plan. Den Kopf in den Sand stecken, einfach mal alle Probleme ignorieren, abschalten und darauf hoffen, dass die Welt eine Bessere ist, wenn man kurz zum Luftholen wieder auftaucht.

Vielleicht gelingt das ja auch mit dem Thema „Digitale Souveränität“?

Denn: eigentlich hat das doch alles so schön funktioniert. Wir können weltweit Dienste nutzen, US-Anbieter wie Microsoft machen uns ein „Rundum-Glücklich-Paket“, die EU meckert zwar immer mal wieder, aber unterm Strich waren wir doch in einer ziemlichen Wohlfühlzone unterwegs (also IT-technisch). Warum kann das denn nicht so bleiben?

Na ja…. theoretisch kann es.

Es kann sein, dass sich die geopolitische Situation stabilisiert, alle wieder Freunde werden und wir zu einem geregelten, verlässlichen, vertrauensvollen gemeinsamen Umgang zurückkommen (IT-technisch und in jeder anderen Hinsicht). Das wäre wunderbar.

Aber – es muss nicht mehr so kommen. Die ganze Situation kann auch eskalieren und schief gehen. Und genau das ist das Problem. Und da sollten wir doch zumindest mal wissen, wie groß das Problem wäre….

Zahlreiche Initiativen der EU fordern von uns Transparenz im IT-Umfeld (z.B. bei Software-BOMS, Infrastruktur, Lieferketten, Datenschutz und KI). Und an dieser Stelle muss man sagen: Gott sei Dank, denn genau diese Transparenz ist wichtig, um unternehmerisch stabile Entscheidungen zu treffen, verlässliche Partner zu wählen und resiliente (Cyber-)Strukturen aufzubauen.

Jeder muss die Risiken von zu großen Abhängigkeiten selbst beurteilen und daraus ggfs. Maßnahmen ableiten. Aber das muss gemacht werden. Und zwar schnell.

Denn eine Sache wird in der heutigen Zeit sicher nicht helfen: nämlich „wegducken“.

#informatikersindcool#sorryforbadnews#cyber-resilienz #souverän