Digitale Beweiskette sichern! C2PA und eIDAS 2.0

KI-generierte Inhalte sind nicht nur auf Social Media, in den Nachrichten oder in Form von Deep-Fakes ein großes Problem, sondern auch, wenn sie in Gerichtsakten, als Beweismittel oder im Parteivortrag auftauchen.

Als IT-Sachverständige ist es unsere Aufgabe, hier aufzuklären – also na ja, genau genommen ist es das nicht, aber ich möchte das gerne so sehen und mach‘ es trotzdem 🙂

Ich hoffe nämlich, dass möglichst viele Fachanwälte, Richter, andere Sachverständige und auch Privatpersonen sich mit dem Thema beschäftigen.

Es gibt nämlich technische Lösungen, die wirklich für Sicherheit bei der Nutzung digitaler Medien im rechtlichen Kontext sorgen:

• die C2PA zertifiziert und dokumentiert die Echtheit von Medien, d.h. sie garantiert, dass das was auf einem Bild oder Video zu sehen ist, auch tatsächlich so passiert ist

• eIDAS 2.0 mit qualifizierten elektronischen Signaturen und auch mit dem EUDI-Wallet sichert die Erstellerinformation, also das es auch tatsächlich ein digitales Medium ist, das der „echte“ Stefan Wagenpfeil erstellt hat

Mit diesen beiden Mechanismen lässt sich jedes Element der digitalen Beweiskette überprüfen, absichern und nachvollziehen – vorausgesetzt, man setzt diese auch ein.

Ich fände es super, wenn ich auf diesem Weg ein paar Menschen erreiche, die zumindest mal darüber nachdenken, dass das überhaupt ein Thema ist, mit dem man sich beschäftigen muss – denn viele von uns sind immer noch sehr unbedarft und blauäugig, was die neuen Möglichkeiten (ja, besten Dank liebe KI) bei der Erstellung und Manipulation digitaler Medien betrifft. Leider auch im rechtlichen Kontext.

#informatikersindcool

P.S.: derzeit läuft ein Pilotprojekt in dem wir (SLW Streitz Liesegang Wagenpfeil & Partner) mit den großen deutschen Zertifikatsanbietern, den IHKs und weiteren Partnern die Qualität und Verbreitung einer sicheren digitalen Beweiskette in Deutschland weiter voran treiben.
Denn auch hier gilt: einer muss ja mal anfangen…